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Roger Law: The Art of Theft

Admittedly I was only vaguely familiar with Roger Law‘s work before attending his presentation at TYPO; hazy memories from my childhood of his rubbery-faced caricatures of politicians gesticulating wildly at me from my TV set. His presentation would be a retrospective of his work in parallel to that of other artists which had not only influenced him but who he had heavily referenced, or even stole from, in order to create his own work. It would be this concept of theft vs. true originality, which resonates so deeply with all artists and designers, that would be at the core of his thought-provoking, beautiful and often amusing look back at some of his most popular work.

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Neon Muzeum Warschau

David Hill and Ilona Karwinska are the creators and directors of the Neon Muzeum in Warsaw. In initiating the museum, they undertook the mission of documenting and preserving Poland’s cold war era neon signs. The project started in 2005 with a photographic documentation project titled ‘Polish Neon’, and in 2012 the museum opened its doors for to the public.

Markus Janker: Typografie-Praxistipps für Adobe Illustrator und InDesign

Foto © Sebastian Weiß

Moin! Der Hamburger Sympathieträger Markus Jasker geleitete die wissbegierigen Zuschauer der TYPO mit seiner nordischen Hilfsbereitschaft geschwind über Stock und Stein der Adobe Programme Indesign und Illustrator. Nachdem er kurz vorstellig wird, gibt er auch schon eine erste Kostprobe seines Insiderwissens: Geschickt lässt er sein erstes Präsentations-Chart in ein editierbares Indesign-Dokument verwandeln und verrät uns den Trick der Tastenkombination „Shift + W“. Man könne auch aus Indesign heraus gut präsentieren.

Und schon befindet sich das Publikum umgehend im alltäglichen Arbeitsumfeld der Indesign-Interface. Über den kurzen Anreißer der sinnvollen Investition in „Typekit“ folgen darüber hinaus wichtige Tipps, die den Gestaltungsprozess optimieren und die Lebenszeit eines Designers deutlich verlängern. Dabei spielt die „alt-Taste“ auch keine so unbedeutende Rolle. Hier die wichtigsten Praxistipps im Überblick:

Eines der neueren Tools ist das „Bedingte Textwerkzeug“. Es ermöglicht mehrere Textebenen in einem Dokument anzulegen, die zum Beispiel bei einem Druck von Spielergebnissen flexibel und schnell auszutauschen sind. Statt „Danke, Jogi!“ könnte da eben auch ganz fix „Niederlage.“ stehen oder alternativ Übersetzungen des Fanjubels in mehreren Sprachen.

Das Tool „Liquid Layout“ ist essentiell für die Gestaltung von digitalen Publikationen für verschiedene Endgeräte. Man kann durch das „Seitenwerkzeug“ und das Anlegen von „Liquid-Seiten-Regeln“ im Handumdrehen dynamische Layouts basteln, die sich beispielsweise von einem 3:4-Querformat automatisch an ein 16:9-Hochformat anpassen können, indem es die Postionen der Bilder und Textrahmen korrigiert und/oder Größen skaliert.

Die Funktion „mit Platzhaltertext füllen“ oder auch die Schriftauszeichnung „Unterstreichen“ eröffnen in der Kombination bei Klick mit gedrückter „alt-Taste“ ganz neue und nervenschonende Möglichkeiten. Blindtexte können nun auch in kyrillischen oder arabischen Lettern eingefügt werden und die Unterstreichungslinie ist in ihrer Form erstaunlicherweise doch editierbar.

Durch die Option „Spaltenspanne“ haben Gestalter endlich den Freiraum innerhalb eines Textfeldes mehrere Spalten darzustellen ohne mehrere Textrahmen aufziehen zu müssen. Eine Revolution!

Und „Weiter jeht das!“ Und zwar mit Adobe Illustrator. Auch hier gab der Adobe-Experte innerhalb kürzester Zeit kostbarste Informationen weiter.

Das „Aussehen-Werkzeug“ – die kleine Sonne Ilustrators – erscheint den Usern als gar nicht so präsent wie es eigentlich sein sollte. Dabei verhilft es durch wenige Klicks zu Lösungen für viele umständliche Pathfinder-Arbeitsschritte.

Neu seit CS6 ist das „Touch Type Tool“. Ein sehr beeindruckendes Werkzeug mit dem jeder einzelne Buchstabe eines Wortes in seiner Position verändern werden kann und sich dessen Laufweite im Anschluss automatisch anpasst.

Ebenso faszinierend das „Breitenwerkzeug“. Pfade können hiermit partiell in ihrer Breite verändert werden. Somit kann aus einer einfachen Pfadzeichnung eine schicke und komplex wirkende kalligrafische Zeichnung entstehen.

Als abschließenden Tipp gab uns Markus Jasker noch auf den Weg, dass vom 12. bis 14. Juni 2014 die „Pubkon“-Konferenz von Adobe in Berlin stattfindet. Dort hat man die Möglichkeit noch mehr Praxistipps von Adobe zu erhalten. Mehr Infos hier.

Text: Lisa Schmidt

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Hup Hup Holland!

After Russia and Poland in 2013, the Netherlands are the partner country of TYPO Berlin this year. With Joost Grootens, Erik van Blokland, Paul van der Laan, Petr van Blokland, Peter Bil’ak and Gerrit Noordzij we have some veritable institutions of Dutch design in the program. In addition to this, we also have two exhibitions of graphic design from the Netherlands set up in the in the foyer of the HKW, which shouldn’t be missed! We would like to thank the Embassy of the Netherlands for their kind support.

Sascha Lobe: From ABC to CD

Foto © Sebastian Weiß

Sascha Lobe, Gründer und Kopf des Kreativstudios L2M3 und Dozent an der HfG Offenbach mit Studienschwerpunkt Typografie sprach heute Mittag über seine Arbeit an der neuen visuellen Identität des Bauhaus-Archives Berlin. Das Gebäude des Bauhaus-Archives wurde von Martin-Gropius entworfen und eröffnete 1976. Sascha Lobe sieht seine Roots im Bauhaus Design aber trotzdem ist es ihm wichtig, vorhandene Klischees zu hinterfragen wie »form follows function« oder »less is more« – ist das wirklich so?

So stöbert er für seine Arbeit im Archiv der Bauhaus-Grössen wie Joost Schmidt, Kandinsky, Johannes Itten und Alfred Arndt. Aus diesen Einflüssen übernimmt er den spielerischen Umgang mit geometrischen Formen. Und auch den Spirit mal ohne Vorbedachtes loszulegen und dabei eine gewisse Nervosität zuzulassen. Sein prägendste Figur ist Herbert Bayer, welcher bei der Schrift Universal Majuskeln und Minuskeln auf nur ein Alphabet reduzierte. 1968 erfand dieser den Schriftzug für die erste Ausstellung des Archives. Aus diesem Schriftzug entwickelt Sascha Lobe eine neue Schrift mit zwei Schriftschnitten, die den alten Schriftzug mit einer neuen Zeile »museum für Gestaltung« ergänzen. 20 Monate lang ging die Arbeit an der neuen visuellen Identität des Bauhaus-Archives. Aus einem Verschnitt aus konventionellen und unkonventionellen Glyphen ist ein fiktionales Archiv entstanden.

Wichtig war es ihm den Spirit aufzugreifen und die Geschichte des alten Erscheinungsbildes zu erhalten. So ist ein riesiges Archiv aus Formschätzen entstanden, woraus für die Erstellung von Plakaten, der Signaletik und Ausstellungskatalogen geschöpft werden kann. Wichtiges Anliegen ist dabei immer das Gesamtgefühl der Ausstellung im Design auszudrücken. Zusätzlich entstehen spielerische Typoplakate. Es ist ein Projekt im Werden welches hier auf dem Blog verfolgt werden kann: saschalobe.tumblr.com.

Text: Christiana Teufel, slanted

Ulrike Damm: Wie sieht Sprache aus?

© Sebastian Weiß

Designerin Ulrike Damm beschäftigt sich vor allem mit freien Kulturprojekten. Mit Studentengruppen in verschiedenen Ländern hat sie acht Sprachen analysiert und dafür – über Ländergrenzen hinweg verblüffend einheitliche – Bilder gefunden. Zu Anfang sagt sie erst mal gar nichts.

Wir hören Chinesisch vom Band, einen relativ langen, offenbar vorgelesenen Text.

„Man kann sich auch Sprachen annähern, wenn man sie nicht beherrscht.“

Dass das eine Art Resümee ist, stellt sich erst später heraus. Als nächstes ertönt Finnisch. Dann eine Sequenz in einer (mir auch vom Klang her) unbekannten Sprache. „Sie können sich nicht vorstellen, wie oft wir diese Sprachen gehört haben,“ berichtet Ulrike Damm. Den Klang unserer eigenen Sprache können wir eigentlich nicht beurteilen; wir können nicht hören, wie unsere Sprache klingt: „Für Italiener ist es so, als würden die Deutschen den ganzen Tag schimpfen.“ Für uns natürlich nicht. Damm hat mit acht Muttersprachlern Aufnahmen des gleichen Textes in deren Sprachen erstellt und diese Aufnahmen zunächst phonetisch analysiert. Schnell stellte sich heraus, dass man den Klang eigentlich nur hören kann, wenn man sich gänzlich frei macht vom Inhalt. Oder sowieso gänzlich unbeeinflusst davon ist, weil man nichts versteht. Außerdem spielt eine große Rolle, welche „Klangmusik“ uns mit unserer eigenen Sprache, in der wir leben, umgibt. Das beeinflusst natürlich auch, wie wir eine andere Sprache wahrnehmen.

Warum ist das alles überhaupt interessant?

„Wir sind keine Wissenschaftler – aber wir sind Designer. Sind wir in der Lage, den Klang der jeweiligen Sprache zu visualisieren und Bilder dafür zu finden?“ Das untersuchte Damm erst in Russland mit Design-Studenten, dann in Deutschland (Dessau). Mit den jeweiligen Gruppen hat sie vor Ort Chinesisch angehört und erste einfache Fragen geklärt.

Die Distanz verlieren

Die Russen waren zunächst schüchtern in der Beantwortung. Sie haben sich kaum getraut, das Chinesische nachzumachen. Ulrike Damm führt uns das umso freudiger und sehr gekonnt vor. Daraufhin haben sich – kein Wunder – auch die Russen getraut. Wer hat nicht als Kind zum Beispiel Französisch zu intonieren versucht und sich über den Klang amüsiert? Was sind das für witzige Geräusche? Wie machen die das überhuapt? Ob englisches „th“ oder die spanischen Zischlaute: Jede Sprache hat ihre klanglichen Spezifika. Durch das Nachahmen verstehen wir, „was die da machen mit ihrem Mund“. So ging es dann auch Ulrike Damms Studentengruppen, als sie das Chinesische klanglich nachahmten. Der schöne Effekt: „Die Distanz geht verloren.“ Das Fremde und das Befremden verlieren sich.

Wenn sich die ganze Gruppe einer Erkenntnis sicher war, hat Damm das als Ergebnis festgehalten. Die experimentellen Schritte gingen weiter damit, Formen für die Sprachen zu finden, diese Formen auf einer Linie anzuordnen, also für jede Sprache eine Art Notenlinie zu beschreiben. Verblüffenderwiese traten in den Linien der deutschen und der russischen Studentengruppe sehr ähnliche Formen für die gleichen Srpachen auf – obwohl die Gruppen natürlich separat und weit voneinander entfernt arbeiteten. So entstand beim Finnischen zum Beispiel „immer dieses Abgebrochene“. Das ist auf unterschiedliche Weise immer ähnlich angekommen bei den aufmerkam dem Klang Lauschenden.

Und dann das Deutsche

„Man muss da schon sehr stark sein“, fasst Damm ihre ganz persönlichen Erfahrungen zusammen, „also ich habe da schon mal gesagt, ,nein, das ist nicht so, nicht, das können Sie so nicht machen‘!“ Und wieder kommen ihre ausdrucksstarke Mimik und ihre Freude daran zur Geltung.

Als nächstes – und auch hier musste sie tapfer sein, als Deutsche und als kulturell offene Person – wurden für die Sprachklänge Begriffe gefunden. Da gab es das Symphonieorchester für das Deutsche, den Volkstanz für den Klang von Spanisch, das Streichquartett als Allegorie für Chinesisch, das Bild des Straßenmusikanten für Französisch. Inwieweit kulturelles Vorwissen oder auch Vorurteile hier eine Rolle spielen, sei dahingestellt, war zum Teil allerdings sehr offensichtlich – so auch darin, wie die Deutschen in Dessau (geprägt von Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern?) dem Russischen etwas Bedrohliches zuschrieben und sich davon auch nicht abbringen ließen. Sie konnten diese Vorstellung oder dieses Bild („dass da jemand im Busch sitzt“) nicht von ihrem Klangempfinden trennen.

Die Suche nach den Farben erwies sich als unbelasteter und im Ergebnis verblüffender: So wählten die beiden Gruppen nahezu identische Farben für die untersuchte Sprache aus, in dem Fall für Chinesisch. Auch die Collagen aus Farben und Formen glichen sich sehr. Beim „visuellen Kulturvergleich“ (Damm greift den Begriff aus Indra Kupferschmids Vorrede auf) zeigt sich das Deutsche in Form säuberlich angeordneter Rechtecke: „Ich stehe dazu“, so Damm, „wir sind ja in der ganzen Welt angesehen auch wegen dem“.

Der vorgelesene Testtext übrigens stammt von Dostojewski, einem ihrer Lieblingsautoren; es ist der letzte Abschnitt aus „Der Spieler“. Doch „wir reden nicht über Länder, wir reden über Sprachen,“ schärfte Damm den Studierenden ein, „denkt jetzt nicht an Putin!“ Das erwies sich als sehr schwer: „Man hört ja doch immer das Wissen mit, die Vorurteile – versuchen Sie mal, nur zu HÖREN.“

Manchmal ist besser, man weiß weniger

Ulrike Damms Erfahrung mit diesem Sprachprojekt: „Es ist schwer, wenn man etwas weiß, davon Abstand zu nehmen und etwas ganz Neues zu entwickeln“. Bei Arabisch sieht man in den Klangbildern Sand und fast erwartungsgemäß schnörkelige Ornamente. Klingt die Sprache wirklich so oder visualisieren wir da unsere Vorstellungen von der jeweiligen Kultur? (Interessantes Wort übrigens, „Vor-Stellungen“.)

Die Bilder seien natürlich kein Urteil über eine Sprache (oder gar eine Kultur), betont Damm. Wichtig ist ihr die Methode, sind ihr nicht die Bilder. Es geht hier nicht um Bewertungen. Deshalb macht sie Witze über die Bilder, möchte Leichtigkeit in der Betrachtung. Dennoch verblüffend: das einhellig viele Gelb für das Spanische sowohl von der deutschen als auch der russischen Gruppe. Das freie Gewirbel in der Visualisierung von Französisch, ebenfalls  bei beiden Gruppen.

Als nächstes wählen die Studierenden aus einer großen Sammlung von Begriffen jeweils fünf für eine Sprache aus. Hier wird es (fast erwartungsgemäß) wieder vorgeprägter, klischierter. Und doch gibt es Überraschungen – eine besonders schöne übrigens bei den fünf Begriffen für das Deutsche, von der russischen Gruppe ausgewählt: eindrucksvoll, rhythmisch, stark, hart – und schön. „Das Deutsche klingt so“, sagten die Russen.

Vielschichtig und beunruhigend

Das Russische wurde von der Dessauer Gruppe mit folgenden Begriffen belegt: weich, vielschichtig, beunruhigend (!), schwermütig, wohlklingend. Viel Stoff für Diskussion. Das Hauptanliegen war Damm die Auseinandersetzung: „Wir reden über Sprache. Wir versuchen zu verstehen, etwas für uns neues, eine Öffnung herzustellen. Deshalb habe ich gesagt, ich halte es aus, alles“ – auch wenn sie zwischendurch, wie sie lachend zugibt, „eigentlich beleidigt“ war. Vielleicht sind ja auch Spanier beleidigt, wann man den Klang ihrer Sprache als „kompliziert“ oder „hastig“ empfindet?

Am Ende der Workshops war überhaupt niemand beleidigt. Ganz im Gegenteil. Die Teilnehmer machten die Erfahrung: Ich liebe alle Sprachen! Am Anfang hatten sie sich durchaus gefragt: Warum soll ich Arabisch hören, ich habe doch gar nichts damit zu tun … und dann diese fundamentale Offenheit. Es kamen begeisterte Berichte darüber, so Ulrike Damm, dass etwa in der U-Bahn ein Finne saß, dem man begeistert gelauscht habe.

Ihr Fazit: „Als Designer können wir Dinge erschließen – so dass auf einmal so eine Aussage kommt“. Für sie ist das „Toleranzerziehung“, „Öffnung“. Als nächstes geht sie nach Frankreich und eröffnet den französischen Teilnehmern neue Hörerfahrungen. Nach Abschluss ihres Sprachprojekts möchte sie dazu eine Ausstellung machen – vielleicht ja auf einer kommenden TYPO.

Um so könnte man den Satz vom Anfang auch umdenken wie folgt: „Man kann sich auch anderen Menschen (Kulturen,  Völkern, …) annähern, wenn man sie nicht beherrscht“.

 

Sonja Knecht ist Director Text bei Edenspiekermann.

Frank Grießhammer: 25 Jahre digitale Schriften

Foto © Sebastian Weiß

Frank Grießhammer, früher FontShop International in Berlin, machte seinen Type & Media Master an der KABK Den Haag und studierte Grafikdesign an der HBK Saarbrücken. Derzeit arbeitet er im Adobe Type Team im kalifornischen Santa Clara.

Als die Moderatorin zu Beginn des Vortrags fragte, was er jeden Tag mache, antwortete er sofort „Arbeit“. Als sie fragte, was er in kommenden zehn Jahren erreichen will, überlegte er und antwortete nach einer Weile „Urlaub“.

Auf der TYPO stellte er seine Lieblings-Fonts aus 25 Jahren Adobe Schriftgeschichte vor.

Einer der frühesten Adobe-Fonts in PostScript-Technologie ist „Sonata“ von Cleo Huggins, aus dem Jahr 1985. Der Font ist keine Textschrift, sondern ein spezialisierter Font zum setzen von Notenzeichen.

Der zweite In-House-Font ist „Carta“ aus dem Jahr 1986, von Lynne Garell. Auch dieser Font besteht nicht aus Buchstaben, sondern aus Symbolen. Carta ist eine Sammlung von Zeichen für Landkarten und Stadtpläne.

1989 wurde die „Adobe Originals“-Serie begonnen, in der es bis heute genau 100 Schriftfamilien gibt. Weil es damals großen Bedarf nach hochwertigen digitalen Schriften gab, startete Sumner Stone das Projekt mit den Designern Carol Twombly und Robert Slimbach. Das Ziel des Projekts war, neue hochwertige Schriftfamilien für Adobes Softwareprodukte zu kreieren. Der Name „Adobe Originals“ ist bis heute ein Zeichen für Qualität.

Danach zeigte Frank mehrere eher unbekanntere Fonts aus der Reihe, und erzählte jeweils einige bemerkenswerte Anekdoten. Jim Parkinsons Schrift „Mojo“ zum Beispiel, ein typisches Alphabet bekannt aus dem San Francisco der 60er Jahre, an die er keine großen finanziellen Erwartungen knüpfte. Doch überraschenderweise bekam Jim tatsächlich ziemlich viel Geld von Adobe: Bei jedem Kauf des sehr erfolgreichen Adobe Type Managers bekam Jim eine Lizenzgebühr, da seine Schrift als Teil des Produkts mitgeliefert wurde.

Abschließend stellte Frank seinen eigenen Schriftentwurf „Source Serif“ vor, ein Open Source-Projekt, das auch gleichzeitig die 100. Schrift der Adobe Originals-Reihe ist.

Am Ende gab es einige Fragen aus dem Publikum und der Vortrag endete mit dem Gefühl, dass man noch viel mehr Schriften hätte sehen können. 20 Minuten sind einfach nicht genug für 25 Jahre Schriftgeschichte.

Hier ist die Liste der Fonts, die Frank im Rahmen seines Vortrags zeigte:

– Conga Brava, Mezz und Studz von Michael Harvey

– Jimbo, Mojo und Montara von Jim Parkinson

– Galahad und Say Cheese (Linotype) von Alan Blackman

– Shuriken Boy und Flood von Joachim Müller-Lancé

– Adobe Sans und Adobe Serif von Jim Wasco und Fred Brady

– Source Sans von Paul D. Hunt, und Source Serif von Frank Grießhammer

Mehr zu Source Serif auf dem Typekit-Blog, mehr zu Adobe Sans im “Adobe Sans MM” Flickr-Pool.

Die Typekit Blog URL ist: http://blog.typekit.com (der „Source Serif“-Blog-Post ist noch nicht online, aber bald).

Der Flickr-Pool for Adobe Sans: https://www.flickr.com/groups/adobesansmm/

 

Ich möchte mich hiermit bei Frank für seine Unterstützung und Geduld herzlich bedanken!

 

フランク・グリースハマー(Frank Grießhammer)

彼はグラフィックデザインをHBKザールブリュッケンで学び,KABKデンハーグのタイプアンドメディアで修士を修め,ベルリンのFontShop Internationalでかつて働いていた.そして現在カリフォルニアのサンタクララでアドビのタイプチームにて働いている.

講演の始めに司会者の女性が簡単なことを質問すると,毎日していることは?という質問に彼は「仕事」と即答した.なかなかの仕事中毒かのようであるが,その次の質問には今後10年で成し遂げたいものという質問には「休暇」と答え,会場の笑いを誘っていた.

今回の講演では,今では100もある25年目を迎えたAdobeのフォントファミリーの中で,あまり有名ではない,しかし彼のお気に入りのフォントを紹介してくれた.

一番始めのフォントは1985年クレオ・ハッギンス(Cleo Huggins)作のSonata.このフォントは音符記号であって文字ではなかったのだが,今日のフォントの元となるPostScriptテクノロジーを使用し,初めてAdobeによって開発されたフォントとなった.

2番目のハウスフォントは1986年,リン・ガレル(Lynne Garell)作のCarta.これも文字ではなく地図用の記号やシンボルの集合フォントだった.

1989年にはついにAdobe Originalというプロジェクトがサムナー・ストーン(Sumner Stone),キャロル・トゥウォンブリー(Carol Twonbly),ロベルト・スリムバック( Robert Slimbach)氏らによって新しいフォントファミリーのシリーズを制作するために始まった.今では丁度100のフォントファミリーが存在する.当時は高品質なデジタルフォントがまだ少なく,大きな需要があったため始まり,今日ではAdobe Originalと言えば,文字のクオリティーを示す印ともなっている.

その後,グリースハマー氏はこれらの歴史の中からあまり知られていないフォントを説明していった。例えば,ジム・パーキンソン(Jim Parkinson)のフォントMojoは,典型的なサンフランシスコ60年代の文字であり,作者本人はお金のことなど一切度外視していたが,意外にもAdobeから入金されてくることに驚いた.それはAdobe Type Managerというソフトを買うと彼の元にライセンス料が入ってくるという仕組みになっていたからだった.

最後に彼のオープンソースタイププロジェクトであるSource Serifを紹介した.これはAdobe Originalの丁度100個目の記念すべきフォントとなっている.

講演の後には質問タイムがあり,確実にマニアしか知り得ないようなAdobeの知られてないフォント談義を交え終了となった.講演はたったの20分しか時間がなく会場の誰もがもっと詳しく聞きたがっていたが,残念ながらスケジュールの都合上惜しまれながら終了した.

以下にその他の紹介されたフォントのリストを掲示しておきます.

-マイケル・ハーヴェイ(Michael Harvey)のConga Brava, Mezz, Studz

-ジム・パーキンソン(Jim Parkinson) のJimbo, Mojo, Montara

-アラン・ブラックマン(Alan Blackman)のGalahad, Say Cheese (Linotype)

-日本では知っている人も結構いるJoachim Müller-LancéのShuriken BoyとFlood.

-Jim BascoとFred BradyによるAdobe Sans (Flickrの彼のページにAdobe Sans使用例写真あり)とAdobe Serif.

-Paul D. HuntによるAdobe初めてのオープンソースフォントSource Sansとグリースハマー氏自らのフォントSource Serif.

その他より詳しく知りたい方はTypekit Blog: http://blog.typekit.comやAdobeのサイト,グリースハマー氏のFlickrサイト:https://www.flickr.com/groups/adobesansmm/をチェックしてみることをお勧めします。

Text: Toshiya Izumo

Foto © Sebastian Weiß

Katarzyna Matul: Die Polnische Schule der Plakatkunst

Foto © Sebastian Weiß

Katarzyna Matul spricht über die Sozialistische Ära Polen und der Polnischen Plakatbewegung bis 1989, die geprägt war von handgemachten Plakaten, gemalten Schriften, Kollagen und Drucken. Die Stars Henryk TomaszewskiTadeusz TrepkowskiJan Lenica erlangten in den Nachkriegsjahren internationales Ansehen und bestimmten bis 1989 das polnische Grafik Design.
Zahlreiche Mythen deckt Katarzyna Matul in ihrer wissenschaftlichen Auseinandersetzung der polnischen Schule der Plakatkunst auf. z.B. dass die vermeintliche Narrenfreiheit, die das sozialistische Regime den Künstlern gewährte nicht der Wahrheit entspräche – die Plakatkünstler ebensowenig frei waren wie Autoren und öffentlich kritisiert wurden für gesellschaftskritischer Meinungsäußerung in ihren Motiven. Die Freiheit der Künstler würde eher geduldet und für die Politik weitgehend als nicht gefährdendes Kulturgut empfunden.
Desweiteren stellte sie die These auf, dass die Plakatkünstler der Polnischen Schule für Plakatkunst nicht frei von Indoktrinierung waren, selbst zu Werkzeugen der Propaganda des geschönten Sozialismus wurden, sobald sie mit kulturellen Plakaten beauftragt waren. Echte Regime- und Systemkritik gab es hier nicht.
Die jungen Plakatdesigner aus Polen, aber auch der weltweite Trend des „back to the roots“, handgemachtem Grafikdesign sind für Katarzyna Matul kaum abzugrenzen. Inspiration ist überall, so Katarzyna Matul, Zwischenformen fließend.
Text: Christine Wenning
Ein Beispiel von Jan Lenica:
Ein Beispiel heutiger polnischer Plakate:
Foto © Sebastian Weiß

Type Systems of MuirMcNeil

Paul McNeil and Hamish Muir gave a very detailed and colorful overview of what it means to make type systems. They also took the audience through range of outputs, including books full of unique glyph creations to bright, colorful, geometric posters for exhibition openings. Think of this as typographic contemporary art.

The hightlight of their poster creations was the large set they designed in 2011 based on the original Wim Crouwell exhibition which had taken place 1968. Each poster contains big and small variations of color, shapes, and patterns. While clicking through a large set of these posters Hamish declared they created over 230 poster designs in total.

Paul gave a very detailed review of some of the typefaces he has designed. Core Dissection is a system where each weight has different portions of letters removed. A user can layer weights upon each other to get complete characters but with segments of different color. Flip is a type system where each weight contains glyps rotated on different axis’.

One of their type system creations, FF ThreeSix, is something they designed to maintain a certain geometric aesthetic yet still usable at small sizes. Have a look and play around with FF ThreeSix on the Next FontShop.com.

Text by Michael Pieracci

Andre Jay Meissner: The future in digital layout

Yesterday Andre Jay Meissner introduced us to three new kick-ass features in CSS. As a developer at Adobe, he is contributing new features to your browser and educating designers on how to use them.

 

First up in his demo: CSS Regions

Something a lot of us know and love from working in InDesign and print: connecting content regions.

It means flowing content from one container into another. CSS regions not only give you more control over your layout in your browser, they also let you separate your semantic markup from your layout. You no longer need to mess with the order of your content to position it correctly on your page, simply push it into the desired visual container.

You can implement regions with a few lines of CSS, first defining your content source and then the element to receive the content:

.content {flow-from: my-flow;}
.visual-container {flow-into: my-flow;}

Regions are currently supported by Webkit Browsers and Internet Explorer 10+. Learn more here.

 

Second bleeding-edge feature: CSS Blending

Finally a feature every designer must have desired now and then: mixing color and transparency values of two elements.

Simply implemented with the property “blend-mode”, you can apply all the blend modes you know and love from Photoshop, like multiply, overlay, darken, lighten or color-dodge.

CSS example:

img {mix-blend-mode: multiply;}

Find more on usage and support here.

 

Last but not least: CSS Shapes

Shapes let you wrap text around and inside any shape, be it a classic rectangle, a circle or even any image.

You no longer need to fake shapes by manipulating rectangles beyond recognition.

Apply the outside content wrap by using “shape-outside”. Or even wrap content inside any shape using the “shape-inside” property.

More how-tos and browser support information here.

 

Play around with the newest CSS functionalities by enabling the “New Web Features” palette in Adobe Edge Tools & Services.

Be aware that these features might no yet be available in currently released browser versions, but that shouldn’t stop you from experimenting and pushing them.

And never forget testing on as many real devices as you can get your hands on, e.g. in an open device lab.

Find the one closest to you here and donate your old devices here.

Text: Marlene Schufferth

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