Alles in der Kategorie »Doku 2011 »Shift««

Rückblick: TYPO Berlin 2011 in 6 Minuten

12. September 2011

Rückblick: TYPO Berlin 2011 in 6 Minuten

Die Gewinner stehen fest: die TYPO Berlin illustriert

6. Juni 2011

Der Zufallsgenerator hat entschieden, die Gewinnerin des Sketchnotes-Contests heißt Iva Mandic! Sie gewinnt 2 Tickets für eine TYPO-Konferenz ihrer Wahl (London 2011 oder Berlin 2012) mit ihren Sketches über die »VETTE LETTERS«. Schön anzusehen und nachzuvollziehen ist auch die Sketchnote der Zweitplatzierten, Delphine Donzé, die sich über ein TYPO Ticket ihrer Wahl freuen kann. Auch [...]

Die Gewinner stehen fest: die TYPO Berlin illustriert

Der Zufallsgenerator hat entschieden, die Gewinnerin des Sketchnotes-Contests heißt Iva Mandic! Sie gewinnt 2 Tickets für eine TYPO-Konferenz ihrer Wahl (London 2011 oder Berlin 2012) mit ihren Sketches über die »VETTE LETTERS«.

Schön anzusehen und nachzuvollziehen ist auch die Sketchnote der Zweitplatzierten, Delphine Donzé, die sich über ein TYPO Ticket ihrer Wahl freuen kann. Auch ihr Notizbuch sieht so interessant aus – was sich wohl für tolle Tipps hinter all den Seitenmarkierungen verbergen?

Die dritte Person, die unser Zufallsgenerator gezogen hat, heisst Martin Thiemann. Er bekommt für seine Illustration des Vortrags von Andreas Bersch ein FontBook zugeschickt.

Hier könnt ihr nochmal alle Einreichungen anschauen, ein Interview mit Eva Lotta Lamm findet ihr hier auf Deutsch und hier auf Englisch. Eva Lottas Sketchnotes der TYPO Berlin: zu finden auf Flickr.

Und falls ihr nicht genug bekommen könnt von »Sketchnotes«, dann sucht doch mal bei Flickr!

Die TYPO im Rückblick [aktualisiert]

30. Mai 2011

Noch nie wurde eine TYPO-Konferenz ausführlicher dokumentiert und ins Netz getragen. Neben der Live-Streams von 6 Vorträgen, haben 5 Fotografen, 2 Video-Teams und 12 Redakteure das Geschehen während der drei Tage für die »Außenwelt« festgehalten. Ausführliche Zusammenfassungen von Vorträgen gab es hier im TYPOblog, Livemeldungen von Besuchern und den TYPO-Veranstaltern auf Twitter, kurze Interviews mit [...]

Die TYPO im Rückblick [aktualisiert]

Noch nie wurde eine TYPO-Konferenz ausführlicher dokumentiert und ins Netz getragen. Neben der Live-Streams von 6 Vorträgen, haben 5 Fotografen, 2 Video-Teams und 12 Redakteure das Geschehen während der drei Tage für die »Außenwelt« festgehalten.

Ausführliche Zusammenfassungen von Vorträgen gab es hier im TYPOblog, Livemeldungen von Besuchern und den TYPO-Veranstaltern auf Twitter, kurze Interviews mit internationalen Design-Stars auf dem TYPO Youtube-Kanal, Feedback auf der Facebook-Seite der TYPO. Und natürlich haben viele Leute viele Fotos geschossen, die wie jedes Jahr in der Flickr-Gruppe veröffentlicht wurden. Hier könnt auch ihr noch eure Fotoimpressionen hochladen (einfach der Gruppe beitreten).

Da wir natürlich auch neugierig darauf sind, wie unsere Konferenz von anderen aufgenommen wurde, haben wir das Netz nach der TYPO durchstöbert. An dieser Stelle werden wir eine Linkliste mit Veröffentlichungen von Fachmedien und Blogs publizieren, die wir über den Tag immer wieder aktualisieren werden.

Was hat es mit dem Foto auf sich? Es zeigt die bayerischen Zwillinge Martin und Thomas Poschauko, die mit ihrem Nea-Machina-Projekt die Kreativwelt auf den Kopf stellen, und mit ihrer unglaublich charmanten Art die Besucher der TYPO sofort in ihren Bann zogen.

Die TYPO im Rückspiegel:

Twitter:

Das Feedback der Besucher, Moderatoren und Veranstalter, Hashtag #typo11

Blogs:

Frischmilch: TYPO-Berlin-Tagebuch (Archiv Mai 2011)

Slanted: TYPO-IMPRESSIONEN 2011 TAG 1
Slanted: FRANTIŠEK ŠTORM: AKTUELLE PROJEKTE VON STORM TYPE
Slanted: JOST HOCHULI: BAUHAUS, ZÜRICH, BASEL
Slanted: BEEKMANN, ROOS: VETTELETTERS
Slanted: TIM FENDLEY: LONDON LESEN
Slanted: SHELLEY GRUENDLER: PLURALISMUS UND DESIGN
Slanted: MARKUS HANZER: SCHÖPFUNGSGESCHICHTEN/GENESIS
Slanted: APRIL GREIMAN: TOPO/TYPO
Slanted: MARTIN UND THOMAS POSCHAUKO: NEA MACHINA
Slanted: TYPO-IMPRESSIONEN 2011 TAG 2
Slanted: ROBIN KINROSS: DESIGN UND REDAKTION
Slanted: CHRISTOPHER ÇOLAK: ISTAMBULIN – FONT FÜR ISTANBUL
Slanted: DIRK UHLENBROCK: MIT KRAWATTE UND FEZ
Slanted: THOMAS LUPO: ANLEITUNG ZUM AUSBRECHEN

Kosmar: Keynote: Christoph Keese über Tablets als redaktionelles Medium
Kosmar: Oliver Reichenstein: Wir sind das Medium
Kosmar: Kris Sowersby: Wines and Signs
Kosmar: Javier Mariscal: Chico & Rita
Kosmar: Andreas Bersch: Facebook Marketing
Kosmar: Jörn Loviscach: Das Navi fürs Typo-Universum
Kosmar: Heiko Scherer: Storytelling auf dem Tablet
Kosmar: Typo ’11: Der Rest und raus

Typeoff: TYPO Berlin 2011 coverage

Thought of the week: Typo Berlin, in sketchbook form

FontFeed: Relive TYPO Berlin 2011 “Shift” With Evalottchen’s Sketchnotes

Zeichenschatz: Typo Berlin 2011 – Mein Rückblick, Tag 1
Zeichenschatz: Typo Berlin 2011 – Mein Rückblick, Tag 2

Typolution: TYPO BERLIN 2011 Tag 1
Typolution: TYPO BERLIN 2011 Tag 2
Typolution: TYPO BERLIN 2011 Tag 3

I Love Typography: TYPO-Berlin (verfasst von Dan Reynolds)

Fuchsia Pink (Kimya Gandhi): Deutschland

Medien:

PAGE: Best of TYPO 2011
DmiG: Eva Lotta Lamm – Sketchnotes (Interview)
DmiG: Kommunikationsdesign als Marke

Auf Du und Du mit der Bandzugfeder

29. Mai 2011

Andreas Frohloff macht das TYPO-Nest zur Schreibstube (Foto: Alexander Blumhoff) Werkstattatmosphäre im TYPO-Nest: Statt Konferenzbestuhlung erwarten uns große Schreibtische, bestückt mit Papierbögen, Federsortimenten, Tintenfässern und Tupfern auf jedem Platz. Wir krempeln schon mal die Ärmel hoch. Bevor es jedoch zum „vergnüglichen Ausprobieren verschiedener Schreibwerkzeuge“ kommt, lernen wir die Grundlagen der Schreibkunst kennen. Der „Kalligrafie-Workshop“ von [...]

Auf Du und Du mit der Bandzugfeder

Andreas Frohloff macht das TYPO-Nest zur Schreibstube
(Foto: Alexander Blumhoff)


Werkstattatmosphäre im TYPO-Nest: Statt Konferenzbestuhlung erwarten uns große Schreibtische, bestückt mit Papierbögen, Federsortimenten, Tintenfässern und Tupfern auf jedem Platz. Wir krempeln schon mal die Ärmel hoch.

Bevor es jedoch zum „vergnüglichen Ausprobieren verschiedener Schreibwerkzeuge“ kommt, lernen wir die Grundlagen der Schreibkunst kennen.

Der „Kalligrafie-Workshop“ von Andreas Frohloff beginnt mit Basiswissen zu Federsorten: Bandzugfedern, auch Breitfedern oder Wechselzufedern genannt, erzeugen als Schreibspur einen Wechselzug (dicke und dünne Strichstärken wechseln richtungsabhängig). Schnurzugfedern sind vorne spitz und machen – na? – einen Schnurzug. Copperplate-Federn heißen auch Spitzfedern oder Schwellzugfeder. Sie wiederum erlauben durch wechselnden Druck ein Schriftbild mit an- und abschwellender Linienstärke, den so genannten Schwellzug. Spitzfedern wurden traditionell für die Englische Schreibschrift benutzt; in Deutschland prägte die Schwellzugfeder über Jahrhunderte die deutsche Kurrentschrift, weil man damit flüssig und schnell schreiben konnte.

Doch hier geht erst einmal gar nichts schnell.

In aller Gelassenheit eröffnet Andreas Frohloff uns die Welt der Handschrift. Der ausgebildete Schrift- und Grafikmaler weiß, wovon er spricht. Er ist Leiter des Type Department bei FontShop International, hat ein kombiniertes Spezialstudium in Schrift und Pädagogik absolviert, unterrichtet an Schulen und gibt seit mehreren Jahren die begehrten Kalligrafie-Workshops auf der TYPO.

Weiterlesen »

Jörg Becker: Wenn's mal wieder richtig shift.

Dr. Beckers Rezeptur gegen Monocausalitis

28. Mai 2011

Mit den Worten: „Wenn Sie jetzt nicht mit Dutzenden Fragezeichen im Kopf den Raum verlassen, habe ich versagt!“, beschloss Jörg Becker seinen Vortrag. Becker unterrichtet unter anderem Typografie, Kreatives Handeln und Visuelle Rhetorik an der University of Illinois in Chicago. Gut 40 Minuten dauerte der Zitatehagel, 40 Minuten geballte Inspiration, 40 Minuten, um die gängige [...]

Dr. Beckers Rezeptur gegen Monocausalitis

Jörg Becker: Wenn's mal wieder richtig shift.

Jörg Becker: Wenn's mal wieder richtig shift.

Mit den Worten: „Wenn Sie jetzt nicht mit Dutzenden Fragezeichen im Kopf den Raum verlassen, habe ich versagt!“, beschloss Jörg Becker seinen Vortrag. Becker unterrichtet unter anderem Typografie, Kreatives Handeln und Visuelle Rhetorik an der University of Illinois in Chicago. Gut 40 Minuten dauerte der Zitatehagel, 40 Minuten geballte Inspiration, 40 Minuten, um die gängige Sicht auf kreative Prozesse völlig auf den Kopf zu stellen.

Diesen Vortrag zusammenfassen zu wollen, grenzt an Blasphemie. Das muss man erlebt, aufgesogen und inhaliert haben, um erahnen zu können, was Becker auf das Publikum losließ. Arglos hatten wir den Saal betreten und uns unter dem Titel „Wenn’s mal wieder richtig shift“ im Vorhinein wenig vorstellen können. Eine knappe Stunde später waren wir um ein flammendes Plädoyer für Kreativität jenseits aristotelischer Logik reicher.

Weiterlesen »

Jan Rikus Hillmann: Vom Tabloid zu Tablet, vom Format zum Feature.

De:Bug auf dem iPad

28. Mai 2011

Jan Rikus Hillmann präsentierte mit einem Kollegen am Samstag Nachmittag in entspannt lockerer Weise die Strategie zur Portierung des Printmagazins De:Bug auf das iPad. Dabei wird ein anderer Weg beschritten als ihn vergleichbare Magazine gewählt haben. Statt Ausreizung der technischen Möglichkeiten wird mehr Wert auf den Formfaktor des Geräts und sich daraus ergebende Nutzungssituationen gelegt. [...]

De:Bug auf dem iPad

Jan Rikus Hillmann: Vom Tabloid zu Tablet, vom Format zum Feature.

Jan Rikus Hillmann präsentierte mit einem Kollegen am Samstag Nachmittag in entspannt lockerer Weise die Strategie zur Portierung des Printmagazins De:Bug auf das iPad. Dabei wird ein anderer Weg beschritten als ihn vergleichbare Magazine gewählt haben. Statt Ausreizung der technischen Möglichkeiten wird mehr Wert auf den Formfaktor des Geräts und sich daraus ergebende Nutzungssituationen gelegt.

Kaum jemand aus der Medienbranche wird das „Magazin für elektronische Lebensaspekte“ nicht kennen. Seit über einer Dekade begleitet die Redaktion technologische und kulturelle Phänomene und deren wechselseitige Beziehungen. Gestartet als Zeitung, dann als Tabloid konzipiert und mittlerweile zum Magazin gewandelt, stand nun der nächste logische Schritt an: Das iPad soll erobert werden. Aber wie?

Weiterlesen »

Die beliebtesten Sprecher 2011 [Update]

27. Mai 2011

Nach der TYPO kommt die Zeit, in der wir die Auswertung der Feedbackformulare vornehmen. Die spannenste Frage ist natürlich immer: Welcher Vortrag ist am besten angekommen – welche Sprecher haben euch am meisten fasziniert? Und das sind sie – eure 5 beliebtesten Sprecher(-duos) der TYPO Berlin 2011: Christoph Niemann, Michael Johnson, Martin und Thomas Poschauko, [...]

Die beliebtesten Sprecher 2011 [Update]

Nach der TYPO kommt die Zeit, in der wir die Auswertung der Feedbackformulare vornehmen. Die spannenste Frage ist natürlich immer: Welcher Vortrag ist am besten angekommen – welche Sprecher haben euch am meisten fasziniert?

Und das sind sie – eure 5 beliebtesten Sprecher(-duos) der TYPO Berlin 2011: Christoph Niemann, Michael Johnson, Martin und Thomas Poschauko, Petr van Blokland und Kris Sowersby (Fotos: ©Marc Eckardt für TYPO Berlin)!

Noch könnt ihr die Feedbackformulare ausfüllen und uns helfen, die nächste TYPO zu verbessern. Jede Meinung zählt! Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allen, die mitgemacht haben ein TYPO Ticket. Dazu geht ihr einfach auf die TYPO Berlin Seite und füllt das Online Feedback Formular aus.

Hasta la vista, Verdana!

27. Mai 2011

Peter Biľak gibt mit seinem Vortrag einen Überblick über Schriftarten im Internet: ihre Geschichte, den Status Quo, verfügbare Tools, Problemstellungen bei der Verwendung und einen Ausblick in die Zukunft. Dabei konzentriert er sich auf seinen eigenen Service Typotheque, der die Einbindung von Webfonts vereinfacht. Beginnend mit einer Rückschau in die Zeitungsgestaltung um 1900 wurde anhand [...]

Hasta la vista, Verdana!

Foto: Gerhard Kasnner

Foto: Gerhard Kasnner

Peter Biľak gibt mit seinem Vortrag einen Überblick über Schriftarten im Internet: ihre Geschichte, den Status Quo, verfügbare Tools, Problemstellungen bei der Verwendung und einen Ausblick in die Zukunft. Dabei konzentriert er sich auf seinen eigenen Service Typotheque, der die Einbindung von Webfonts vereinfacht.

Beginnend mit einer Rückschau in die Zeitungsgestaltung um 1900 wurde anhand von Scans und Fotographien schnell deutlich: Viele Blätter ließen sich vor gut 100 Jahren nur am prominent gesetzten Namen unterscheiden, nicht aber durch die verwendeten Schrifttypen. Eine individualisierte Gestaltung wie im heutigen Printbereich gab es noch nicht.

Seitdem hat sich im Printsektor vieles getan: Technologische Neuerungen, aber auch ein erhöhter Konkurrenzdruck sich nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell abzugrenzen, führten dazu, dass heute optisch kaum ein Blatt dem anderen gleicht. Heute ist klar: Das Design hat auf den Leseprozess und die Wahrnehmung des Geschriebenen maßgeblichen Einfluss.

Weiterlesen »

Thomas Lupo kurz vor dem „Ausbrechen“ (Foto: Gerhard Kassner)

Monsterjob

26. Mai 2011

Thomas Lupo in der TYPO-Hall (Foto: Gerhard Kassner) Seine Arbeiten wurden national und international mit Kreativpreisen ausgezeichnet – doch hier geht es ihm um etwas anderes. In seiner „Anleitung zum Ausbrechen“ erzählt Thomas Lupo, wie es einem ergehen und was einer bewirken kann, der den sicheren Schreibtisch verlässt und seinem Herzen folgt. Das trifft für [...]

Monsterjob

Thomas Lupo in der TYPO-Hall (Foto: Gerhard Kassner)

Seine Arbeiten wurden national und international mit Kreativpreisen ausgezeichnet – doch hier geht es ihm um etwas anderes. In seiner „Anleitung zum Ausbrechen“ erzählt Thomas Lupo, wie es einem ergehen und was einer bewirken kann, der den sicheren Schreibtisch verlässt und seinem Herzen folgt.

Das trifft für ihn doppelt zu: Er fährt mit seiner brasilianischen Frau auf Hochzeitsreise in ihr Heimatland und entdeckt in Rio de Janeiro, in der Favela Morro do Papagaio am Fuße des Zuckerhutes, ein Betätigungsfeld, das ihn nicht mehr loslässt. Sein Ausbrechen aus dem „rein kommerziellen“ Arbeiten ist vorprogrammiert.

Die Beobachtung allerdings, dass der Unterschied zwischen arm und reich in südamerikanischen (asiatischen, europäischen) Metropolen so deutlich und unüberbrückbar sei, gehört nicht zum alleroriginellsten und mag etwas erstaunen in der Naivität, mit der sie vorgetragen wird. Ebenso die Feststellung, wie offen, frei und neugierig Kinder doch seien. Beides könnte auch jemand bemerkt haben, der sein Leben lang nicht hinter Stuttgarts Stadtmauern oder den Bürowänden seiner Agentur hervorgeblinzelt hat. Oder zeigt hier jemand einfach, wie berührbar er geblieben ist? Dass es Momente im Leben gibt, wo man auf diese Art empfänglich ist?

Ein Jahr später heuert Lupo als Hausmeister in der Kita „seiner“ Favela an, bekommt dafür ein Zimmer und richtet mit einfachsten Mitteln eine Art Kreativtrainingscamp für die Kinder ein. Sprachbarrieren, amüsierte Neugier über den seltsamen Fremdling, Stromausfälle und nächtliche Schüsse: Nach drei Wochen hat er sich daran gewöhnt, und seine neue Mitwelt sich an ihn.

Weiterlesen »

Mittendrin und total dazwischen

25. Mai 2011

Tina Frank arbeitet im Kollektiv, hat mitten in Wien Hühner und einen Ziegenbock um sich, agiert zwischen statisch und bewegt, real und digital, zwischen Grafikdesign und Musik und Kunst. Waren da irgendwo Grenzen? Die Professorin für Grafikdesign an der Kunstuniversität Linz nennt ihren Vortrag „Go Between“ und sagt gleich dazu, dass man das bitte nicht [...]

Mittendrin und total dazwischen

Tina Frank zaubert mit Sound & Bildern in der TYPO Hall (Foto: Gerhard Kassner)

Tina Frank arbeitet im Kollektiv, hat mitten in Wien Hühner und einen Ziegenbock um sich, agiert zwischen statisch und bewegt, real und digital, zwischen Grafikdesign und Musik und Kunst. Waren da irgendwo Grenzen?

Die Professorin für Grafikdesign an der Kunstuniversität Linz nennt ihren Vortrag „Go Between“ und sagt gleich dazu, dass man das bitte nicht übersetzen könne. Jedenfalls nicht ohne den schönen Querverweis auf die Go-Betweens zu verlieren, eine legendäre „Indie-Band“ aus den 1980er Jahren. Das wäre doppelt schade: Die Go-Betweens waren selbst Quer- und Dazwischengänger und nicht ganz klar einer einzigen Musikrichtung zuzuordnen (bzw. begründeten sie eine eigene). Zum anderen kennzeichnet und öffnet Frau Frank mit diesem Titel, dieser Konnotation gleich ihr Arbeitsfeld in Richtung Musik. Das entgeht uns, wenn wir einfach per Übersetzung „Dazwischen gehen!“

Akzente setzt die Künstlerin in den Feldern Print und Corporate Design; sie entwickelt Orientierungssysteme und beschäftigt sich intensiv mit der experimentellen Visualisierung von Musik. An Musik- und Multimedia-Festivals weltweit nimmt sie teil; ihr Experimentalfilm „Chronomops“ wurde bei der Diagonale 2006 als bester ausgezeichnet.

Weiterlesen »