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Neues TYPO-Video: David Berlow, TYPO 2008

1. Dezember 2009

David Berlow ist außer Atem. Das Mikro überträgt sein Schnauben bis in die letzte Ecke der großen Halle. Die Typo ist im Endspurt, am Samstagabend, da ist das nur verständlich. Er spricht zunächst über die Schwierigkeiten, eine Schrift auf dem Bildschirm gut aussehen zu lassen. »Ich begann darüber nachzudenken, als ich bemerkte, dass mein iPod […]

Neues TYPO-Video: David Berlow, TYPO 2008

berlow_movieDavid Berlow ist außer Atem. Das Mikro überträgt sein Schnauben bis in die letzte Ecke der großen Halle. Die Typo ist im Endspurt, am Samstagabend, da ist das nur verständlich. Er spricht zunächst über die Schwierigkeiten, eine Schrift auf dem Bildschirm gut aussehen zu lassen. »Ich begann darüber nachzudenken, als ich bemerkte, dass mein iPod eine bessere Schriftdarstellung hat als mein Macintosh«, sagt er. Den zweiten Teil sseines Vortrags widmet Berlow ein exklusiven Projekt: der typografischen Ausstattung der amerikanischen Luxus-Yacht Ethereal, die in Holland gebaut wurde. Unbedingt ansehen: David Berlow “Now what, type heads?”

Video-Archiv: Erik Spiekermann

7. April 2009

Zu Beginn seines Vortrages sympathisch tiefstapelnd („Meine Arbeit besteht darin, gute Leute zu finden, die gute Arbeit für mich machen“), legte Spiekermann Wert darauf, auch solche seiner Arbeiten zu zeigen, die er nicht verkaufen konnte. „Schrift ist sichtbare Sprache“ – das hat zwar nicht Spiekermann erfunden, aber dennoch schien es Leitmotivisch für seinen Vortrag. Mehr […]

Video-Archiv: Erik Spiekermann

Zu Beginn seines Vortrages sympathisch tiefstapelnd („Meine Arbeit besteht darin, gute Leute zu finden, die gute Arbeit für mich machen“), legte Spiekermann Wert darauf, auch solche seiner Arbeiten zu zeigen, die er nicht verkaufen konnte. „Schrift ist sichtbare Sprache“ – das hat zwar nicht Spiekermann erfunden, aber dennoch schien es Leitmotivisch für seinen Vortrag. Mehr zu lesen gibt es hier

©kassnerfoto.de

Oded Ezer: Schrift – Bild – Fantasie

30. März 2009

Oded Ezer ist hauptberuflich Schriftsetzer und -gestalter. Daneben hält er Vorträge und experimentiert mit Typographie. Nach seinem Abschluss in Visual Communication Design an der Bezalel Academy of Art & Design in Jerusalem 1998 gründete Ezer sein eigenes Studio – Oded Ezer Typography, in Tel Aviv. 2008 präsentierte er auf der TYPO Berlin seine persönliche Herangehensweise […]

Oded Ezer: Schrift – Bild – Fantasie

Oded Ezer ist hauptberuflich Schriftsetzer und -gestalter. Daneben hält er Vorträge und experimentiert mit Typographie. Nach seinem Abschluss in Visual Communication Design an der Bezalel Academy of Art & Design in Jerusalem 1998 gründete Ezer sein eigenes Studio – Oded Ezer Typography, in Tel Aviv. 2008 präsentierte er auf der TYPO Berlin seine persönliche Herangehensweise an Schrift und Typographie.

Hier Text aus der Dokumentation des Vortrages

TYPO DVD 2008: Produktionsstart

14. November 2008

Auch in diesem Jahr werden wir wieder eine TYPO-DVD  an die Konferenzteilnehmer verschicken. Die neue Disc enthält den vollständigen Vortrag von Ed Beguiat, ein Interview mit Stefan Sagmeister, diverse Vortragsfragmente, eine Bilderschau und den üblichen Image-Film. Neu ist der Datenteil, in dem beispielsweise das Programmheft als PDF und MP3s der TYPO-Musik zu finden sind. Damit […]

TYPO DVD 2008: Produktionsstart

Auch in diesem Jahr werden wir wieder eine TYPO-DVD  an die Konferenzteilnehmer verschicken. Die neue Disc enthält den vollständigen Vortrag von Ed Beguiat, ein Interview mit Stefan Sagmeister, diverse Vortragsfragmente, eine Bilderschau und den üblichen Image-Film. Neu ist der Datenteil, in dem beispielsweise das Programmheft als PDF und MP3s der TYPO-Musik zu finden sind. Damit ist es unserem Partner  »die medienakademie« gelungen, dem Produkt einen deutlich stärkeren dokumentarischen Charakter zu geben.

Die Produktion der DVD wurde heute gestartet. Ab Anfang Dezember versenden wir.

Double Standards – You See, I See …

5. Juni 2008

Für Chris Rehberger, Kopf des zwölfköpfigen Designteams Double Standards in Berlin, ist es eigentlich ein Heimspiel – das Redesign des Haus der Kulturen stammt von ihm. Und vielleicht ist es nicht zuletzt die hitzige Debatte im Fontblog um den Relaunch des Auftritts des HKW, die dem frisch mit dem Lead Award gekürten Designer hier einen […]

Double Standards – You See, I See …

Für Chris Rehberger, Kopf des zwölfköpfigen Designteams Double Standards in Berlin, ist es eigentlich ein Heimspiel – das Redesign des Haus der Kulturen stammt von ihm. Und vielleicht ist es nicht zuletzt die hitzige Debatte im Fontblog um den Relaunch des Auftritts des HKW, die dem frisch mit dem Lead Award gekürten Designer hier einen rappelvollen Saal beschert.

Gleich zu Beginn wird klar, dass es um kommunikative Unschärfe geht. Rehberger hatte dem Typo-Team nur »aus Faulheit« einen englischen Titel des Vortrags geschickt, den die Veranstalter selbst zu Ich sehe, du siehst übersetzten. Dass noch zahlreiche andere Übersetzungs- oder Deutungsmöglichkeiten denkbar wären (z. B. Ich verstehe, siehst du…), zeigt beispielhaft auf, wie unsicher Kommunikation, die wir Designer doch eigentlich maßgeschneidert kontrollieren sollen, in Wirklichkeit ist. Und damit sind wir bereits mit dem Titel – glücklicher Zufall – beim Thema von Rehbergers Vortrag.

Vortrag Chris Rehberger
Chris Rehberger zeigt auf, wie unsicher Kommunikation, die wir Designer doch kontrollieren sollen, in Wirklichkeit ist.

Denn Chris Rehberger sucht nach Magie und Poesie in seiner Arbeit – vielleicht geprägt durch seinen starken Bezug zur Kunstszene, aus der nicht nur sein Bruder Tobias Rehberger kommt, sondern auch viele Auftraggeber von Double Standards – nach mehr als einfacher linearer Sender-Empfänger-Funktionskette.

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Erik Spiekermann – Wie man sich darstellt, so wird man gesehen

2. Juni 2008

Wer zu Erik Spiekermanns Vortrag zu spät kam, muss sich ärgern: Eingeleitet wurde nämlich mit einer selbstgedichteten Büttenrede. Vielleicht ein Stilmittel, dessen Beliebtheit er sich während Kurt Weidemanns FontFight-Beitrages bewusst wurde? Wie dem auch sei, der Redner plädiert: „Eines darf man nicht vergessen, nicht an unseren Sprüchen werden wir gemessen.“ Und so ging es denn […]

Erik Spiekermann – Wie man sich darstellt, so wird man gesehen

Wer zu Erik Spiekermanns Vortrag zu spät kam, muss sich ärgern: Eingeleitet wurde nämlich mit einer selbstgedichteten Büttenrede. Vielleicht ein Stilmittel, dessen Beliebtheit er sich während Kurt Weidemanns FontFight-Beitrages bewusst wurde? Wie dem auch sei, der Redner plädiert: „Eines darf man nicht vergessen, nicht an unseren Sprüchen werden wir gemessen.“ Und so ging es denn auch gleich ans Eingemachte. Zu Beginn sympathisch tiefstapelnd („Meine Arbeit besteht darin, gute Leute zu finden, die gute Arbeit für mich machen“), legte Spiekermann Wert darauf, auch solche seiner Arbeiten zu zeigen, die er nicht verkaufen konnte. „Schrift ist sichtbare Sprache“ – das hat zwar nicht Spiekermann erfunden, aber dennoch schien es Leitmotivisch für seinen Vortrag.

Besonders eindrucksvoll überzeugte er letzte Zweifler mit dem Spiel „Erkennen sie diese Marke“. Dieser Satz wurde in verschiedensten Schriftzügen auf die Leinwand projeziert – und ohne großes Nachdenken konnten individuell sofort die jeweiligen Marken (Marlboro, Mercedes, …) zugewiesen werden. Dass manche Schriften ausschließlich für das jeweils zugeordnete Produkt passen, erläuterte Spiekermann anhand des Beispieles, den ARAL-Schriftzug auf Milchtüten zu platzieren. Das Produkt wäre, unabhängig von Qualität und Preis, nicht an den Kunden zu bringen.


Image durch Typographie von Aral bis (Garten)Zwerg.

Alles in allem war es ein routinierter Vortrag des Redners, der zu guter letzt besonders eindringlich auf seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn eingeht. Und so ist nicht nur zu erfahren, dass das DB-Logo hausintern „Keks“ genannt wird und ein Briefing des Konzernt nicht mehr umfasst als zwei Sätze, sondern auch der perfekte Zeitpunkt für ein Meeting mit den Bahn-Vorderen (nämlich niemals um 9 Uhr morgens, idealerweise um 15:30 am Nachmittag). Wie man sich darstellt, so wird man gesehen – bei der Bahn bedeutet dies, dass sie eine „lebendige Familienschrift“ möchte, die allerdings „weit über das Bahnfahren hinaus“ wahrgenommen werden sollte. Das scheint Spiekermann, der nach Eigenauskunft „sein ganzes Leben gegen senkrechte Linien und Rahmen“ gekämpft hat, gelungen sein. Auch wenn er in diesem Kampf dem Bahnvorstand manches mal unterlegen ist.

Text: Dörte Schütz, Foto: gerhardkassner.de

image-shift – image is not enough / design is not enough

2. Juni 2008

Schande über mein Haupt! Als Blogger früher zu gehen – so geht’s eigentlich nicht. Aber nach einer Stunde wirkte der moralische Zeigefinger des Vortragenden auf die Mehrzahl des Auditoriums etwas anstrengend. Und so nutzten die meisten die Chance, als der Moderator wegen anderer Vorträge kurz unterbrach. Ich inklusive! Zugegeben, mit einigen Punkten hatte Sandy Alexander […]

image-shift – image is not enough / design is not enough

Schande über mein Haupt! Als Blogger früher zu gehen – so geht’s eigentlich nicht. Aber nach einer Stunde wirkte der moralische Zeigefinger des Vortragenden auf die Mehrzahl des Auditoriums etwas anstrengend. Und so nutzten die meisten die Chance, als der Moderator wegen anderer Vorträge kurz unterbrach. Ich inklusive!

Zugegeben, mit einigen Punkten hatte Sandy Alexander Paul Omar Abdallah Kaltenborn (hoffentlich korrekt geschrieben) von bildwechsel / image-shift Recht: Als Designer – wie in jedem anderen Beruf – sollte sich jedermann seiner Verantwortung bewusst sein. Der Beruf solle nicht lebensbestimmend werden. Und: Soziale Projekte sind lobenswert. So weit, so gut.

Anstrengend wurde es, als er a la 68er hoch zehn, alles in einen Topf warf. Ungefähr wie bei einer netten Studi-Diskussion mit schön viel Wein. Alle reden vom Wetter und zwangsläufig kommt die Revolution beziehungsweise wie jeder Einzelne ein besseres Leben führt. O-Ton Kaltenborn: „Die Perversität der Verteilungsverhältnisse!“
TYPO 2008: Kaltenborn
Auch die TYPO bekam von Kaltenborn ihr Fett weg: Der Unternehmenskommunikationsprozess dominiere, die ganze Veranstaltung werde auf Marketing reduziert und stelle nur die Gewinner dar.

Zugegeben, ein bisschen Wahrheit ist auch da nicht von der Hand zu weisen. Aber spätestens, als Kaltenborn beim Gin (der von der Eröffnungsfeier) den fehlenden Bezug zur Kolonialzeit anprangerte, war mir klar: Ich muss hier raus.

Mir hat die Gewinner-TYPO auch ohne Riesen-Hintergedanken-Infragestellerei gefallen. Und vielleicht treffe ich ja Herrn Sandy Alexander Paul Omar Abdallah Kaltenborn nochmal auf ein Weinchen.

Text: Sebastian Kemnitzer, Foto: HD Schellnack

David Berlow – Und jetzt, Typografen?

2. Juni 2008

David Berlow ist außer Atem. Das Mikro überträgt sein Schnauben bis in die letzte Ecke der großen Halle. Die Typo ist im Endspurt, am Samstagabend, da ist das nur verständlich. Berlow ist Schriftenentwerfer und Gründer von Font Bureau, Inc. Jetzt tigert er über die Bühne, den Blick gebannt auf den Bodenmonitor gerichtet, und spricht über […]

David Berlow – Und jetzt, Typografen?

David Berlow ist außer Atem. Das Mikro überträgt sein Schnauben bis in die letzte Ecke der großen Halle. Die Typo ist im Endspurt, am Samstagabend, da ist das nur verständlich.

Berlow ist Schriftenentwerfer und Gründer von Font Bureau, Inc. Jetzt tigert er über die Bühne, den Blick gebannt auf den Bodenmonitor gerichtet, und spricht über die Schwierigkeiten, eine Schrift auch auf dem Bildschirm gut aussehen zu lassen. „Ich begann darüber nachzudenken, als ich bemerkte, dass mein iPod eine bessere Schriftdarstellung hat als mein Macintosh“, sagt er.

Dann verdeutlicht er das Problem an vergrößerten Buchstaben, und vergleicht das Rendering von Mac OS 8, Mac OS X und Vista (mit Cleartype). Auf der Leinwand werden die Unregelmäßigkeiten der Buchstaben deutlich , sie scheinen zu schwimmen. Als Zuschauer fühlt man sich wie beim Sehtest. Doch statt einer Brille verschreibt Berlow bessere Schriften, der pixeligen Auflösung der Bildschirme angepasst. Er stellt seine eigenen Screenfonts vor

Von verschwommen bis scharf in 60 Minuten: Berlow präsentiert Bildschirmschriften.

„Dabei muss man aufpassen. Denn der Computer ist leicht zufrieden zu stellen. Aber zufrieden sein sollt ihr, die Leser. Eine gute Schrift muss beide Ansprüche berücksichtigen.“ Zum Glück verbessert sich seit Jahren die Auflösung der Bildschirme. „In einer Dimension, die niemand braucht. Oder hat sich schon mal jemand von ihnen über die schlechte Auflösung seines Fernsehers beklagt? Sehen sie, die forschen da nur, damit die Schriften besser lesbar werden. Außerdem zu beachten: Der Abstand zwischen den Buchstaben. „Ich interessiere mich nur für einzelne Letter, wenn sie furchtbar aussehen. Der Abstand ist entscheidend.“

In den letzten 10 Minuten seines Vortrags stellt Berlow ein Projekt vor, für dass er eigentlich von Jürgen Siebert zur TYPO 2008 eingeladen wurde. Es geht um die typografische Ausstattung der amerikanischen Luxus-Yacht Ethereal, die zur Zeit in Holland bei Royal Huisman Shipyard BV gebaut wird. Ihr Eigner, ein Silicon-Valley-Milliardär, rüstet das Boot nicht neuesten mit den neuesten Navigations- und Energiespartechniken aus, er wünschter sich auch eine Exklusivschrift für Schalter, EDV-Interfaces und andere Beschriftungen. Berlows Spielraum war nicht groß, denn sowohl für das Logo als auch den Screenfont gab es bereits (amateurhafte) Skizzen. Er machte das Beste daraus. Auf der Basis von Bank Gothic (!) musste Berlow einen Screenfont entwickeln, der nicht gerade für Lesbarkeit steht, aber wenigstens exklusiv aussieht.

Mit dieser Erkenntnis passiert Berlow pünktlich die Ziellinie. Das war von verschwommen zu scharf in nur 60 Minuten, für einen Platz auf dem Treppchen sollte seine kompetente Präsentation reichen.

Text: Juliane Wiedemeier und Jürgen Siebert, Foto: gerhardkassner.de

Łukasz Dziedzic – Große Schriftfamilien, die Presseverleger glücklich machen

2. Juni 2008

Lukas Dziedzic hat sich seinen Manuel Andrack mitgebracht. „Dies ist mein allererster Vortrag überhaupt. Falls ich den Faden verliere, wird er die richtigen Fragen stellen und mich wieder auf das Thema bringen“. Dziedzic entwarf gleich mehrere große Schriftfamilien wie der FF Clan oder der FF Good. Dann geht es los. Er spricht über die Schwierigkeit […]

Łukasz Dziedzic – Große Schriftfamilien, die Presseverleger glücklich machen

Lukas Dziedzic hat sich seinen Manuel Andrack mitgebracht. „Dies ist mein allererster Vortrag überhaupt. Falls ich den Faden verliere, wird er die richtigen Fragen stellen und mich wieder auf das Thema bringen“. Dziedzic entwarf gleich mehrere große Schriftfamilien wie der FF Clan oder der FF Good.

Dann geht es los. Er spricht über die Schwierigkeit bei der Zeitungsarbeit, an der immer Verleger, Chefredakteur und Art Director beteiligt sind. „Beim Designen einer neuen Schrift muss man es allen recht machen. Und dem Leser natürlich auch.“ Bei dem ist er noch nicht sicher, ob man ihm einen Relaunch als Big Bang präsentieren oder subtil unterjubeln sollte. Für welchen Weg man sich auch entscheide, eine Veränderung der Schriftart sei bei den meisten Zeitungen unumgänglich. Als Beweis zeigt er die Liste der 10 eindeutig zu häufig gebrauchten Schrifttypen, auf allen Plätzen: Times New Roman.

Es folgen einige praktische Tips. „Man sollte immer mit h und o beginnen. An diesen beiden Buchstaben lässt sich sofort erkennen, ob der Master für eine ganze Schrift taugt.“ Dazu sollte man aus dem Buchstaben ein Zeitungslayout bauen. Wenn das passt, kann man die anderen Buchstaben designen, danach Zahlen und Sonderzeichen.

Beispiele hat er leider nicht mitgebracht. „Das nächste Mal“, verspricht Dziedzik. Herr Andrack hätte ihn auch mal daran erinnern können.

Text: Juliane Wiedemeier

TYPOtalk – Die TYPO-Macher hören zu

2. Juni 2008

Zur Fragerunde in der TYPOlab kamen über 30 Besucher – mehr als jemals in den Jahren zuvor, worüber sich die Macher sehr freuten. Zuerst wurde die TYPO gelobt, sie sei gut organisiert und man fühle sich sehr wohl. Dann gab es Kritik an der Tatsache, dass grundsätzlich mehr Sprecher als Sprecherinnen auftreten und das Geschlechterverhältnis […]

TYPOtalk – Die TYPO-Macher hören zu

Zur Fragerunde in der TYPOlab kamen über 30 Besucher – mehr als jemals in den Jahren zuvor, worüber sich die Macher sehr freuten. Zuerst wurde die TYPO gelobt, sie sei gut organisiert und man fühle sich sehr wohl. Dann gab es Kritik an der Tatsache, dass grundsätzlich mehr Sprecher als Sprecherinnen auftreten und das Geschlechterverhältnis nicht ausgewogen sei. Dabei würden gerade Frauen viel besser auf ihr Publikum eingehen. Die TYPO-Macher bedauerten diesen Punkt auch sehr, erklärten jedoch, das hänge damit zusammen, dass Frauen nicht so „geil“ darauf sind, auf der Bühne zu stehen und sich zu profilieren und außerdem selbstkritischer seien.

TYPOtalk: Erik Soiekermann, Jürgen Siebert, Bernd Rudolph
Erik Spiekermann, Jürgen Siebert und Bernd Rudolf diskutieren die Konferenz mit Teilnehmern.

Organisationstechnisch wurde bemängelt, dass die verschiedenen Räume nicht gut genug ausgeschildert seien und sich die Namen zu sehr ähneln würden. Thema war außerdem der fehlende Austausch mit den Rednern und die Frage, ob es nötig ist, dass die Moderatoren nach den Vorträgen Fragen stellen. Auch die Gewichtung auf europäische und amerikanische Redner sollte laut Besucherstimmen aufgehoben werden. Weitere Punkte: Der Wunsch nach mehr Workshops, Kritik am Lärmpegel der TYPOstage, Der Wunsch nach mehr Nachwuchs statt Urgesteinen und der Wunsch nach Querdenkern, die ein Thema von einer ganz anderen Seite betrachten. Wer noch weitere Anregungen und Kritik hat, kann auf der Homepage loslegen. Die TYPO-Macher nehmen gerne jeden Beitrag entgegen.

Text: Franziska Seyboldt, Foto: HD Schellnack